Betreuungs­leistungen

Entlastung für pflegende Angehörige

Gem. § 45 b des Pflegeleistungs­ergänzungs­gesetzes können Pflegebedürftige, bei denen der MDK auf Antrag des Pflegebedürftigen eine dauerhaft erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz festgestellt hat, Betreuungsleistungen in Anspruch nehmen.

Unser Pflegeteam übernimmt Betreuungsleistungen gem. § 45 b SGB XI in der eigenen Häuslichkeit.
Das Angebot umfasst die stundenweise Anwesenheit einer Pflegekraft zur Betreuung bei Abwesenheit der pflegenden Angehörigen bzw. Bezugspersonen zur Gewährleistung der Sicherheit des Pflegebedürftigen und ggf. unterhaltender, das Wohlbefinden fördernder Beschäftigung.

Betreuungsleistungen ab Januar 2017:
(Grundbetrag) bei erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz

Wird der Betrag in einem Kalenderjahr nicht ausgeschöpft, kann er auf das Folgejahr übertragen werden. Werden die Anspruchs­voraussetzungen für das volle Kalenderjahr nicht erfüllt, werden die Leistungen anteilig (pro Kalendermonat) gewährt.
Die Leistung ist eine Erstattungsleistung.
Das bedeutet, dass der Pflegebedürftige mit dem Leistungserbringer einen Vertrag abschließt und diese Leistung dann auch direkt an den Pflegedienst bezahlt. Erst dann kann sich der Pflegebedürftige gegen Vorlage der Rechnung diesen Betrag von seiner Pflegekasse erstatten lassen. (Eine Direktabrechung des Pflegedienstes mit der Pflegekasse ist mit einer Abtretungserklärung möglich)

Der Pflegebedürftige kann wählen zwischen Leistungen der

Anspruchs­voraussetzungen:

  1. !unkontrolliertes Verlassen des Wohnbereiches (Weglauftendenz)
  2. !Verkennen oder Verursachen gefährdender Situationen;
  3. !unsachgemäßer Umgang mit gefährlichen Gegenständen oder potenziell gefährdenden Substanzen;
  4. !tätlich oder verbal aggressives Verhalten in Verkennung der Situation;
  5. !im situativen Kontext inadäquates Verhalten;
  6. Unfähigkeit, die eigenen körperlichen und seelischen Gefühle oder Bedürfnisse wahrzunehmen;
  7. Unfähigkeit zu einer erforderlichen Kooperation bei therapeutischen oder schützenden Maßnahmen als Folge einer therapieresistenten Depression oder Angststörung;
  8. Störungen der höheren Hirnfunktionen (Beeinträchtigungen des Gedächtnisses, herabgesetztes Urteilsvermögen), die zu Problemen bei der Bewältigung von sozialen Alltagsleistungen geführt haben;
  9. !Störung des Tag-/Nacht-Rhythmus;
  10. Unfähigkeit, eigenständig den Tagesablauf zu planen und zu strukturieren;
  11. !Verkennen von Alltagssituationen und inadäquates Reagieren in Alltagssituationen;
  12. ausgeprägtes labiles oder unkontrolliert emotionales Verhalten;
  13. zeitlich überwiegend Niedergeschlagenheit, Verzagtheit, Hilflosigkeit oder Hoffnungslosigkeit aufgrund einer therapieresistenten Depression.

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